Das Holz der Echten Walnuss ist ein begehrtes Edelholz, dessen Verwendung auf hochwertige Gegenstände beschränkt ist.

Das Holz der Echten Walnuss ist ein begehrtes Edelholz, dessen Verwendung auf hochwertige Gegenstände beschränkt ist. Da es in der Regel nur als Nebenprodukt bei der Fällung von Fruchtbäumen anfällt und ein gezielter Anbau für die Holzproduktion nur ansatzweise vorhanden ist, ist der Verwendung oft ein Riegel vorgeschoben. Die sich in seltenen Fällen am Stamm über der Erde entwickelnden Maserknollen liefern wertvolle fein geaugte Maser-Furniere, ein weit verbreiteter Irrtum dagegen ist, dass die Wurzeln des Nussbaums ebenfalls solches Maserfurnier liefern: das Holz der Wurzeln ist fast völlig strukturlos, einfarbig hell, wenig dekorativ und praktisch wertlos. Diese hartnäckige Legende beruht auf der Verwechslung der Begriffe Maserfurnier und Wurzelfurnier, die zwei völlig unterschiedliche Holztypen beschreiben.

Das typische Kernholz besitzt einen grauweißen bis rötlichweißen Splint und einen dunkelfarbigen Kern. Dieser ist farblich sehr variabel und kann grau bis dunkelbraun sein. Die Farbvariationen sind oft abhängig vom Standort und dabei insbesondere von den Faktoren Klima und Bodenbeschaffenheit. Im Handel wird zwischen Herkünften unterschieden. So hat italienisches Nussholz gegenüber deutschen und schweizerischen Herkünften eine rötlichere Färbung und eine lebhaftere Struktur. Während vor ca. 70 Jahren in Deutschland der kaukasische Nussbaum mit seiner schwarzen Färbung besonders gefragt war, wird heute das französische Nussholz auf Grund seiner besonderen Zeichnung und Färbung geschätzt.

 

Das typische Kernholz besitzt einen grauweißen bis rötlichweißen Splint und einen dunkelfarbigen Kern.